
Unser fünftes Sesshin in der Casa Civetta wurde unerwartet zu einem langen Sesshin: Ausgelöst durch die grosse Nachfrage konnten wir dem ersten Sesshin nahtlos ein zweites anfügen, wobei einige Meditierende die ganzen Tage über blieben und somit an einem langen Sesshin teilnahmen. Am vertrauten Ort, in der einnehmenden Naturlandschaft des Valle Maggia, erlebten wir nach kurzer Zeit schon eine dichte klösterliche Atmosphäre. Das Haus mit seiner jahrzehntelangen meditativen Tradition wird vom Leiterehepaar Züllig der Sangha jeweils vertrauensvoll übergeben – wir sind darin ganz für uns und somit in tiefer Stille. Die Küche ist neben dem Zendo der zweite Brennpunkt der Casa Civetta – der Bauch der Eule sozusagen, von der es seinen Namen "Civetta" hat. Samu nach den Mahlzeiten bildet hier einen wichtigen Teil des Zusammenlebens und der Meditation.
Im zweiten Sesshin reisten neue Meditierende an, und dabei zeigte sich, dass in der spirituellen Suche eine allgemein menschliche Dimension angesprochen wird, die uns alle verbindet und durch jeden Wechsel trägt. Die Teisho Themen der Yin-Energie (1. Sesshin) und der spirituellen Nahrung für die Hungergeister in uns (2. Sesshin) wurden umrahmt von den freundlichen Energien des Gartens mit seinen Kamelienblüten, dem Moosboden und dem Buddha in der Felsgrotte und vom Frühlingsgesang der Vögel. Kein Zen-Krampf, sondern vertrauensvolles Gelöstsein schenkte dabei manch innere Einsicht und Öffnung.
CASA CIVETTA










UMGEBUNG

